Das Schwarze Loch

15. Dezember 2020 Von syn Aus

Der Weltraum: so unerforscht und so verlockend. Genauso wie die Tiefen der Meere, wo der Mensch niemals hingelangen wird. Anders sieht das über uns aus, denn wer den Mond erklommen hat, träumt auch noch größer und immer weiter. Ein Durchbruch ist den Wissenschaftlern nun in der Weltraumerforschung gelungen.

Astrophysiker aus der ganzen Welt haben viele Teleskope diverser Standorte zusammengeschaltet. So war es ihnen möglich innerhalb von zwei Jahren ein Bild von einem schwarzen Loch aufzunehmen. Selbiges ist soweit weg von uns, das wir niemals dort hingelangen werden. Diese Wissenschaftler, man kann sie auch kurz und knapp Experten nennen, wissen ganz genau was dort passiert. Das eingefangene schwarze Loch ernährt sich von herumirrenden anderen Galaxien.

Durch die Zusammenschaltung der Teleskope, die auf der ganzen Welt verteilt stehen, konnte man ein gigantisches Riesen-Teleskop mit einem Durchmesser von rund 8000 Kilometern simulieren. Fast so groß wie die Erde. Die technisch kombinierten Daten wurde zu einem großen Teil vom Bonner Max-Planck-Institut für Radioastronomie arrangiert. Die deutschen kennen sich halt aus mit digitalen Maschinen, die man für so gut wie alles manipulieren kann, auch wenn sie nicht in Hessen stehen.

Man hatte sonst immer nur Computersimulierte Bilder liefern können, doch das nun vorliegende Bild ist der Beweis, das die Jahrzehntelangen Recherchen und Rechnereien sich gelohnt haben.

Es wird überall simuliert, nicht nur auf dem Fussballplatz, sondern vor allem auch in der Wissenschaft. Egal ob man Todeszahlen in Modellen simuliert oder Hardware zusammen schaltet, um deren Reichweite zu simulieren. Der Normalsterbliche, der von der Arbeit nach Hause kommt und so eine Nachricht zwischen Tür und Angel aufnimmt ist fasziniert von unseren Experten. Diese basteln seit Jahrzehnten auch die Wettervorhersagen zusammen und sind schon da alles andere als erfolgreich und zuverlässig.

Die Menschheit hat zum Glück keinerlei andere Sorgen. Wir wissen nach 57 Jahren zwar immer noch nicht wer John F. Kennedy erschossen hat, aber es ist genügend Geld da, um so unsinnige Forschungen seit Jahrzehnten voran zu treiben. Das die eigene Spezies täglich hunderttausendfach an Hunger, Armut, Krebs, Aids, Keimen oder anderen unzähligen totbringenden Krankheiten verreckt ist doch nicht so wichtig. Da können wir gern mal ein paar Jahrzehnte mit einem Hobby verbringen, um in den Himmel zu starren. Am Ende präsentieren wir noch ein, mit Photoshop erstelltes Bild, als Beweis – für die sinnfreie Verwendung von Milliarden an Steuer- und Forschungsgeldern.

Der Mensch forscht an sehr vielen verschiedenen kranken Dingen. Darunter mussten nicht immer nur Tiere leiden, sondern vor allem auch der Mensch und zu guter letzt unser Planet selber. So hat die NASA eine riesige Maschine entwickelt, die Wolken erschaffen kann. Diese Wolken können zum einen die Sonne verdunkeln und zum anderen dafür sorgen, das es regnet. Gott ist tot. Hier kommt der Mensch. Größer, schöner und stärker.

Das Bild zeigt übrigens nicht Das Schwarze Loch, sondern ein von uns bearbeitetes Cover unserer ersten “Musik aus Strom” Compilation aus dem Jahr 1999.