Kobe Bryant – Sinner or Saint?!

Kobe Bryant, Basketball Star der Lakers, der zwischen 1999 und 2016 eine beispiellose Karriere als Profisportler hinlegte und zahlreiche andere Sportler zu Höchstleistungen inspirierte ist bei einem Hubschrauber Absturz zusammen mit seiner 13 jährigen Tochter ums Leben gekommen.

Bryant genießt unter anderen Profisportlern einen einwandfreien Ruf und gilt als Ikone. Er war Vater von vier Kindern und hinterlässt auch eine Ehefrau. Kobe Bryant war Anfang des neuen Jahrzehnts Verdächtiger in einem Vergewaltigungsfall und hat seine Frau nachweislich durch mehrere Zeugenaussagen mit einigen Frauen betrogen.

Daraufhin reichte seine Frau Vanessa 2013 die Scheidung ein. Kurze Zeit später präsentierten sich die beiden wieder als glückliches Paar und blieben verheiratet und bekamen vor erst sieben Monaten ihr viertes Kind.

Strafrechtlich konnte Bryant nicht belangt werden. In einem Zivilprozess einigte sich Bryant mit seiner Anklägerin auf eine Zahlung von 2,5 Millionen Dollar und räumte ein, dass er versteht, das die Anklägerin davon ausging, das der aus seiner Sicht einvernehmliche Sex, wie eine Vergewaltigung hätte aussehen können. (???)

Auf seinem T-Shirt fand man Blutspuren des Opfers. Durch seine Zahlung hat er sich frei gekauft!

Nach seinem tragischen Tod wird nur noch von seinen Taten als Profisportler gesprochen. Es gab einige Nachrichten, von Frauen, die an seine Vergangenheit als nicht Saubermann hingewiesen haben. Diese ernteten einen Shitstorm und entfernten ihre Beiträge auf Twitter o.a. Somit ist der Beruf das, was uns ausmacht und alle Sünden der Vergangenheit sind bedeutungslos?

Wie im Fall der Tennisspielerin Margaret Court, der erfolgreichsten Tennisspielerin der Geschichte. Sie ist mit 24 Grandslam Siegen die Königin des weißen Sports und wurde deshalb jetzt mit einer Statue bei den Australian Open geehrt.

Eine absolut verdiente Auszeichnung, wenngleich sie durch Homophobe Aussagen in den letzten Jahren eher negative Schlagzeilen machte.

Oder der Fall Dieter Hoeneß, der sich in der Öffentlichkeit immer als Saubermann darstellte und an keinem anderen ein gutes Haar (Christoph Daum) gelassen hat.

Wie wir alle wissen, ist er inzwischen vorbestraft und hat eine lächerliche Haftstrafe abgesessen.

Ein weiterer Fall ist der Profifussballer Frank Ribery, der seine Frau und Kinder mit einer Prostituierten betrogen hat.

Was sind das für Menschen, die nicht nur von Millionen von Menschen verehrt werden, sondern selber noch in den Spiegel schauen können und was sind das für Menschen, die diese Menschen verehren? Was macht das mit uns Menschen, wenn wir solche Menschen verehren? Wird der Sünder zum Heiligen und der Heilige zum Sünder?

Erhalten die Werte und Worte, die wir sprechen immer mehr Wert oder werden sie gar wertlos?

“Jeder Heilige hat eine Vergangenheit und jeder Sünder hat eine Zukunft.”, hat Oscar Wilde einmal gesagt. Das muss jeder Mensch für sich selber ausmachen, für die Gattung Mensch bedeutet die Verehrung zwiespaltiger Persönlichkeiten verschwendeter Platz für wahrhaftige Vorbilder und Helden und ist definitiv eine falsche Botschaft an bestehende und kommende Generationen.

Es ist immer tragisch, wenn Menschen sterben. Der Tod von Kobe Bryant ist das gewiss auch, doch unsere Spezies verliert durch Politik und Götzen immer mehr an Glaubwürdigkeit und wir alle tragen den größten Teil dazu bei. Wenn noch mehr Menschen falsche Götter und Resoektlosigkeit verehren, verliert die Menschheit ihren Wert.

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