Die (Spät)folgen von #socialdistancing

Die Zahlen der infizierten Menschen steigt weltweit an. Ab jetzt darf man alles nur noch maximal zu zweit machen. Das heisst nicht, das man an jedem Wochentag einen anderen Freund treffen sollte, sondern sich absolut nur noch auf einen Menschen oder die Familie beschränken sollte. Trotzdem gibt es immer noch Menschen, die nicht nur einkaufen gehen, sondern auch in den wenigen Bereichen, wo man noch Einlass findet, einen Grund zum flanieren sieht.

So wird dieser Einschluss Light noch ewig dauern. Wir müssen jetzt alle Diszipliniert sein. Es trifft jetzt nicht mehr nur die infizierten, sondern inzwischen auch alle Menschen, die unter anderen Krankheiten wie z.B. der Depression leiden.

Ein gesunder Mensch kann dieses Gefängnis nicht nachvollziehen. Die Lösung scheint so einfach, doch die Isolation treibt die Betroffenen in die enge. Hat die Politik auch daran gedacht? Die Politik will keinen Arbeitsplatz durch den Virus verlieren und buttert Milliarden in die Industrie. Hilfe für Selbstständige und Firmen war noch nie so einfach zu mobilisieren wie in diesen schrecklichen Tagen. Doch auch wenn wir glauben, das unsere Tage dunkler werden, so kann man nur erahnen wie sich die Dunkelheit in einer Depression anfühlen muss.

Es ist sogar jetzt im nahezu vollkommenen Stillstand so viel leben da draussen. Die Sonne scheint, die Natur kann durch weniger Verkehr aufatmen. Wir erhalten eine neue Chance, doch nicht jeder kann diese erkennen. Zu groß sind eigene Sorgen, Ängste und die immer größer werdende Dunkelheit.

Ein Leben, das vollgepackt ist mit selbigen fühlt sich an wie der Tod. Wenn der Virus nicht das schlimmste ist, worüber man sich Sorgen machen muss, kann man ein Gefühl dafür bekommen, wie sich Unendliche Dunkelheit anfühlen muss.

Es gibt weitaus mehr Betroffene als man denkt. Hinzu kommt jetzt das Besuchsverbot in Krankenhäusern und Pflegeheimen. Alle Menschen, die jetzt dringend Aufmunterung und Zuspruch benötigen werden durch die Isolation sehr hart getroffen.

Die Lösung aller Probleme würde im Ausbau des Gesundheitssystemes bestehen. Patienten warten in einem Land, das sich selbst als hoch entwickelt bezeichnet, monatelang auf Arzttermine. Die Situationen in Krankenhäusern war schon immer erschreckend und wird sich bald nicht mehr nur mit Corona Patienten in die absolute Auslastung begeben.

Heutzutage haben die meisten älteren Menschen mindestens drei Krankheiten. Das wird vereinfacht immer auf die immer älter werdende Bevölkerung geschoben, dabei ist nicht das älter werden das Problem, sondern das kränker werden und dass das nicht im Zusammenhang stehen muss, beweisen viele Menschen die gesund und munter weit über 80jahre hinaus ihr Leben genießen. Fernab von Sorgen und Ängsten, denn das ist das es die Menschen krank macht, wie auch jetzt den einsamen Familienvater im Krankenhaus, die traurige Oma im Pflegeheim oder die von Depressionen geplagte junge Frau, allein gefangen in der Dunkelheit.

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